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Euthyphron
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Der Euthyphron (altgriechisch ÎáœÎžÏÏÏÏΜ EuthĂœphrĆn) ist ein in Dialogform verfasstes frĂŒhes Werk des griechischen Philosophen Platon. Den Inhalt bildet ein fiktives GesprĂ€ch von Platons Lehrer Sokrates mit seinem betont religiösen MitbĂŒrger Euthyphron, nach dem der Dialog benannt ist. Das Thema ist die Definition der Frömmigkeit, deren VerhĂ€ltnis zur Ethik untersucht wird.
Euthyphron erzĂ€hlt Sokrates, dass er gegen seinen Vater wegen eines Tötungsdelikts Anklage erhebt. Er ist ĂŒberzeugt, das Recht auf seiner Seite zu haben und fromm zu handeln. Sokrates nimmt diese ungewöhnliche Situation zum Anlass, mit Euthyphron ein philosophisches GesprĂ€ch ĂŒber die Frömmigkeit zu fĂŒhren. Gemeinsam versuchen sie zu bestimmen, was die Frömmigkeit ausmacht. Dabei stoĂen sie auf einen wesentlichen Aspekt des Themas, der hier erstmals formuliert wird und daher heute in der Philosophie und Theologie als Euthyphron-Dilemma bekannt ist. Es handelt sich um die Frage, ob etwas dann als moralisch korrekt zu gelten hat, wenn es dem Willen eines Gottes entspricht, der alle Normen setzt, oder ob das ethisch Richtige an und fĂŒr sich richtig ist und aus diesem Grund von der Gottheit gewollt wird. Die Bedeutung der Frage liegt in den weitreichenden ethischen und theologischen Konsequenzen, die sich aus ihrer Beantwortung ergeben. FĂŒr die beiden GesprĂ€chspartner ist das allerdings kein Problem, denn sie halten es fĂŒr evident, dass nicht die GottgefĂ€lligkeit bewirkt, dass etwas ethisch richtig ist, sondern die ethische Richtigkeit die Ursache der GottgefĂ€lligkeit ist.
Es gelingt nicht, die Frömmigkeit befriedigend zu definieren und ihr VerhĂ€ltnis zur Gerechtigkeit zu klĂ€ren. Der Dialog fĂŒhrt zu einer Aporie, einer anscheinend ausweglosen Lage. Euthyphron gibt auf und bricht das GesprĂ€ch ab.
Contents
âą Inhalt
âą Rezeption
âą Antike
âą Moderne
âą Literatur
âą Weblinks
âą Anmerkungen
ââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââââ
Ort, Zeit und Teilnehmer
Der Dialog spielt sich in Athen ab, bei der SÀulenhalle des GerichtsgebÀudes des Archon Basileus.cite-ref-1[1] Beteiligt sind nur zwei Personen, Sokrates und Euthyphron.
Abgesehen von zwei Dialogen Platons bezeugen keine zeitgenössischen Quellen die Existenz Euthyphrons. Daher ist mit der Möglichkeit zu rechnen, dass Platon ihn erfunden hat. DafĂŒr spricht sein bedeutungsvoller Name (âder Geradsinnigeâ), der besagt, dass er geradlinig denkt und schnell BezĂŒge herstellt.cite-ref-2[2] Dennoch wird in der Forschung gewöhnlich angenommen, dass dieser Bekannte des Sokrates wirklich gelebt hat.cite-ref-3[3] Im Dialog Kratylos erwĂ€hnt Platon mehrmals einen Euthyphron aus dem Demos Prospalta in Attika, der seine religiösen Eingebungen mit Begeisterung mitteilt. Offenbar handelt es sich um die gleiche Person wie im Euthyphron. Euthyphron betĂ€tigte sich als Wahrsager.cite-ref-4[4] Er mag Priester gewesen sein, doch wird dies nirgends ausdrĂŒcklich festgestellt. Nach Platons Darstellung wurde er von seinen MitbĂŒrgern als AuĂenseiter betrachtet und nicht ernst genommen. Anscheinend vertrat er ein traditionelles religiöses Konzept, aber auf eine radikale, befremdlich wirkende Weise. Daraus ergab sich fĂŒr ihn eine gewisse Solidarisierung mit Sokrates, der ebenfalls durch sein ungewöhnliches Auftreten und provozierende Behauptungen aus dem Rahmen fiel und AnstoĂ erregte.cite-ref-5[5]
Der Zeitpunkt der Dialoghandlung ist das FrĂŒhjahr 399 v. Chr. Die Datierung ergibt sich daraus, dass gegen Sokrates bereits die Anklage erhoben worden ist, die dann zu seiner Verurteilung und Hinrichtung gefĂŒhrt hat. Euthyphron steht wohl im fĂŒnften Lebensjahrzehnt, Sokrates ist siebzigjĂ€hrig. Das Tötungsdelikt, das Euthyphron seinem bereits betagten Vater zur Last legt, muss â wenn es historisch ist â spĂ€testens 404 v. Chr. auf der Insel Naxos verĂŒbt worden sein, denn die dort lebenden athenischen Siedler (Kleruchen), zu denen Euthyphrons Vater offenbar gehörte, mussten Naxos verlassen, nachdem Athen 405 in der Schlacht bei Aigospotamoi eine schwere Niederlage erlitten hatte.cite-ref-6[6]
Inhalt
EinleitungsgesprÀch
Sokrates hat sich wegen der Anklage, die ein junger Mann namens Meletos gegen ihn erhoben hat, zum GerichtsgebĂ€ude begeben. Dort trifft er auf seinen Bekannten Euthyphron, der ihn nach dem Anlass seiner Anwesenheit fragt. Sokrates berichtet von dem bevorstehenden Prozess und der Beschuldigung, er verderbe die Jugend und erfinde neue Götter, statt an die alten zu glauben. Euthyphron erzĂ€hlt von seiner Anklage gegen seinen Vater, die er einreichen will oder bereits eingereicht hat.cite-ref-7[7] Der Mann, dessen Tod der Vater verschuldet hat, war kein Verwandter, sondern ein fremder Taglöhner, der Feldarbeit verrichtete. Als er betrunken war, erschlug er einen Sklaven im Zorn. Darauf lieĂ ihn der Vater fesseln und in eine Grube werfen. WĂ€hrend der Vater eine Rechtsauskunft einholte, kĂŒmmerte er sich nicht um seinen Gefangenen. Der Taglöhner fiel dem Hunger und der KĂ€lte zum Opfer, bevor der Bote aus Athen mit der Auskunft eintraf. Deswegen klagt nun Euthyphron seinen Vater eines Tötungsdelikts an. Der verwendete Begriff phĂłnos wird gewöhnlich mit âMordâ oder âTotschlagâ ĂŒbersetzt. Nach damaligem griechischem Recht handelte es sich entweder um eine âunvorsĂ€tzliche Tötung nicht mit eigener Handâ oder um eine Tötung durch absichtliche Unterlassung.cite-ref-8[8] Die gesamte Verwandtschaft ist ĂŒber die Anklage empört und hat fĂŒr den Vater Partei ergriffen. Alle sind der Meinung, es sei unfromm, den eigenen Vater wegen eines solchen Vorfalls vor Gericht zu ziehen; der fremde TotschlĂ€ger habe sein Schicksal sich selbst zuzuschreiben. Davon lĂ€sst sich Euthyphron aber keineswegs beirren. Er ist ĂŒberzeugt, besser als alle anderen zu wissen, was fromm und was unfromm ist. Sokrates rĂ€t ihm zu bedenken, ob das gerichtliche Vorgehen gegen den eigenen Vater nicht doch unfromm sei. Euthyphron bestreitet diese Möglichkeit vehement, er ist sich seiner Sache völlig sicher. Darauf bittet ihn Sokrates um Belehrung ĂŒber die Frömmigkeit.cite-ref-9[9]
Erster Definitionsversuch
Sokrates fragt Euthyphron, was das Fromme oder GottgemĂ€Ăe sei und was dessen Gegenteil, das Gottlose oder Ruchlose, sowohl in Bezug auf Tötungsdelikte als auch in jeder anderen Hinsicht. Der Begriff Ï᜞ áœ
ÏÎčÎżÎœ (to hĂłsion) bezeichnet im damaligen Sprachgebrauch das Fromme, das heiĂt das von Natur aus Richtige oder PflichtgemĂ€Ăe, das zugleich das ist, was den Göttern gefĂ€llt. Er bezieht sich in erster Linie auf Taten, weniger auf die Gesinnung; die Ăbersetzung mit âFrömmigkeitâ ist ungenau.cite-ref-10[10]
Euthyphron versucht nicht, eine allgemeine, philosophisch stichhaltige Definition des Frommen zu finden, sondern gibt eine Beschreibung der Frömmigkeit, die sich speziell auf sein eigenes Verhalten bezieht. Fromm handle, wer jedes Unrecht ohne Ansehen der Person des ĂbeltĂ€ters verfolge, auch wenn dieser zu den engsten Angehörigen zĂ€hlt. Wer diese Pflicht nicht erfĂŒlle, verhalte sich ruchlos. Zur Rechtfertigung beruft sich Euthyphron auf das Vorbild der Götter, womit er auf die mythischen UmstĂŒrze in der Götterwelt Bezug nimmt. So habe der Gott Kronos seinen Vater Uranos kastriert, um ihn fĂŒr begangenes Unrecht zu bestrafen, und Kronos sei seinerseits von seinem Sohn Zeus gefesselt worden, weil er seine anderen Söhne verschlungen habe, wozu er nicht berechtigt gewesen sei. Zeus, der allgemein als der beste und gerechteste Gott anerkannt sei, sei nicht davor zurĂŒckgescheut, gegen seinen Vater vorzugehen.cite-ref-11[11]
Sokrates lĂ€sst nebenbei durchblicken, dass er die Mythen von Feindschaften und KĂ€mpfen der Götter untereinander fĂŒr unglaubwĂŒrdig hĂ€lt, stöĂt aber damit auf VerstĂ€ndnislosigkeit. Daher begnĂŒgt er sich mit der Feststellung, dass die vorgeschlagene Definition der Frömmigkeit nur einen Sonderfall betrifft. Er verlangt eine allgemeingĂŒltige Begriffsbestimmung, die alles Fromme erfasst. Die philosophische Suche zielt auf âdas Frommeâ schlechthin, auf das, was allen Erscheinungsformen von Frömmigkeit gemeinsam ist und ihnen die Eigenschaft, fromm zu sein, verleiht. Erst wenn dieses bekannt ist, kann die Frömmigkeit oder Unfrömmigkeit einzelner Handlungen beurteilt werden. Euthyphron sieht das ein.cite-ref-12[12]
Zweiter Definitionsversuch
Euthyphron unternimmt einen neuen Anlauf. Sein zweiter Definitionsvorschlag lautet: Das Fromme ist das, was den Göttern lieb ist. Dieser Vorschlag gefĂ€llt Sokrates besser als der erste. Allerdings ergibt sich jetzt ein Widerspruch zur Göttervorstellung Euthyphrons, der sich an die mythische Ăberlieferung hĂ€lt, die von Streit zwischen den Göttern berichtet. Wenn tatsĂ€chlich unter ihnen Zwietracht besteht, dann mĂŒssen sie, wie Sokrates darlegt, ĂŒber das Gute, Gerechte und daher Liebenswerte verschiedener Meinung sein. Was der eine Gott liebt, ist dem anderen verhasst. Somit kann die Meinung eines Gottes nicht der MaĂstab fĂŒr Frömmigkeit sein, wenn ein anderer Gott ihr widerspricht. Die Definition bedarf also einer Ănderung: Als fromm kann nur das gelten, was allen Göttern gefĂ€llt.cite-ref-13[13]
Doch auch in dieser Form erweist sich die Definition als unzulĂ€nglich. Sokrates stellt die Frage, ob das Fromme von den Göttern geliebt wird, weil es fromm ist, oder ob es fromm ist, weil es von ihnen geliebt wird.cite-ref-14[14] Er hĂ€lt es fĂŒr logisch notwendig, dass nur die erste Möglichkeit zutreffen kann. Nicht der Umstand, dass etwas von den Göttern geliebt wird, macht es zu etwas Frommem, sondern seine Eigenschaft, fromm zu sein, macht es fĂŒr die Götter liebenswert. Die Frömmigkeit wird nicht von der GottgefĂ€lligkeit bewirkt, sondern umgekehrt. Daher ist die Feststellung, das Fromme werde von den Göttern geliebt, keine Aussage ĂŒber das Wesen des Frommen, sondern nur ĂŒber eine Auswirkung dieses Wesens. Der KlĂ€rung der Frage, worin die Frömmigkeit besteht, kommt man damit nicht nĂ€her. Euthyphron sieht das ein. Nun ist er ratlos.cite-ref-15[15]
Dritter Definitionsversuch
Da Euthyphron nicht mehr weiter weiĂ, schlĂ€gt Sokrates vor, das VerhĂ€ltnis der Frömmigkeit zur Gerechtigkeit zu prĂŒfen. Hier stellt sich die Frage, ob nur die Aussage, dass alles Fromme gerecht ist, zutrifft, oder auch die, dass alles Gerechte fromm ist. Euthyphron entscheidet sich fĂŒr die Annahme, dass die Reichweiten der beiden Begriffe nicht deckungsgleich sind, sondern das Fromme ein Teil des Gerechten ist. Somit kommt es darauf an, diesen Teil zu bestimmen.cite-ref-16[16]
Euthyphron schlĂ€gt vor, die Frömmigkeit als den Teil der Gerechtigkeit zu betrachten, der sich auf die âBehandlungâ (therapeĂa) der Götter â also den Umgang mit ihnen â bezieht. FĂŒr Sokrates stellt sich die Frage, was mit diesem Begriff hier gemeint ist. Er weist darauf hin, dass eine Behandlung oder Pflege der Götter von anderer Art sein muss als die Behandlung oder Pflege von Pferden, Hunden oder Vieh, denn ihr Ziel ist nicht wie bei den Nutztieren, dass die Behandelten dadurch besser werden. Dem stimmt Euthyphron zu. Er vergleicht nun das, was die Menschen bei der Behandlung fĂŒr die Götter tun, mit dem, was Sklaven fĂŒr ihre Herren tun. Demnach handelt es sich um einen Dienst an den Göttern. Aber auch diese Bestimmung erweist sich als problematisch. Dienste, die Menschen anderen Menschen leisten, pflegen einen Zweck zu haben. Wenn man fĂŒr jemand eine Dienstleistung erbringt, etwa fĂŒr einen Arzt oder Zimmermann, unterstĂŒtzt man ihn bei der Erzeugung seines Werks. Man hilft ihm, etwas hervorzubringen, beispielsweise Gesundheit oder ein Bauwerk. Unklar ist aber, welches Werk die Götter hervorbringen, fĂŒr das sie die Dienste der Menschen benötigen. Euthyphron ist auĂerstande, ein solches Werk konkret zu benennen und damit den Sinn einer als Gottesdienst aufgefassten Frömmigkeit anzugeben. Wiederum misslingt der Versuch, das Wesen der Frömmigkeit zu erfassen.cite-ref-17[17]
Vierter Definitionsversuch
Erneut hilft Sokrates seinem GesprĂ€chspartner mit einem Vorschlag. Er fragt, ob Frömmigkeit das Wissen vom Opfern und Beten sei. Euthyphron bejaht dies. Wer opfert, schenkt den Göttern etwas, wer betet, bittet sie um etwas. Somit ist derjenige fromm, der sich im Umgang mit den Göttern beim Geben und Erbitten auskennt. Wer richtig bittet, bittet um das, was er braucht, und wer richtig gibt, gibt das, was der andere benötigt. Demnach erscheint, wie Sokrates folgert, die Frömmigkeit als die Kunst, mit den Göttern HandelsgeschĂ€fte zu beiderseitigem Vorteil abzuschlieĂen. Euthyphron stimmt zu. Er hat mit dieser Vorstellung keine Schwierigkeiten, obwohl sie impliziert, dass die Götter etwas von den Menschen benötigen, also nicht autark sind. FĂŒr Sokrates ist ein solches Götterbild in Wirklichkeit nicht akzeptabel, doch lĂ€sst er sich im Rahmen der Debatte auf den Gedanken eines HandelsgeschĂ€fts ein. Er stellt nun die Frage nach dem Nutzen des Handels. Dass die Menschen dabei profitieren, ist offenkundig, nicht aber, dass auch die Götter etwas davon haben. Auf die Frage, was die Frömmigkeit der Menschen den Göttern einbringt, antwortet Euthyphron, es sei das, was den Göttern lieb ist. Damit kommt die Diskussion an den Punkt, an dem sie sich bereits befunden hat, als der zweite Definitionsversuch scheiterte. Sie hat sich im Kreis bewegt. Auch der vierte Definitionsversuch ist missglĂŒckt.cite-ref-18[18]
Schluss
Sokrates möchte die Untersuchung nochmals von vorn beginnen. Er will den Dialog erst beenden, wenn er erfahren hat, worin das Wesen der Frömmigkeit besteht. Zur BegrĂŒndung seiner HartnĂ€ckigkeit fĂŒhrt er an, es sei unzweifelhaft, dass Euthyphron ĂŒber die Frömmigkeit Bescheid wisse und sein Wissen bisher verborgen habe. Anderenfalls hĂ€tte er nicht gewagt, im Bewusstsein der eigenen Frömmigkeit mit solcher Selbstsicherheit gegen seinen Vater vorzugehen.cite-ref-19[19]
So bringt Sokrates den in Wirklichkeit ratlosen Euthyphron in groĂe Verlegenheit. Euthyphron gibt vor, in Eile zu sein und daher die Fortsetzung der Diskussion verschieben zu mĂŒssen. Er ergreift die Flucht.
Am Ende erweist sich damit â wie auch in anderen frĂŒhen Dialogen Platons â die Selbstsicherheit von Sokratesâ GesprĂ€chspartner als unberechtigt, seine Einstellung als unreflektiert und unfundiert. Sein Konzept hĂ€lt einer philosophischen ĂberprĂŒfung nicht stand. Der Dialog hat kein positives Ergebnis erbracht, sondern in die Ratlosigkeit (Aporie) gefĂŒhrt.
Philosophische Bilanz
Ein Ergebnis der Diskussion, das sicher Platons eigener Ăberzeugung entspricht, lautet, dass das Fromme und ethisch Richtige nicht in AbhĂ€ngigkeit von der Einstellung der Götter definiert werden kann. FĂŒr Platon gibt es ebenso wie fĂŒr die beiden Gestalten seines Dialogs kein âEuthyphron-Dilemmaâ, keinen denkbaren Rangordnungskonflikt zwischen dem ethisch Gebotenen und dem göttlichen Willen. Vielmehr ist das Fromme und ethisch Gebotene eine objektive RealitĂ€t, eine Norm, die nicht von göttlicher WillkĂŒr konstituiert wird, sondern fĂŒr Götter ebenso wie fĂŒr Menschen die verbindliche Richtschnur zu bilden hat.
Offen bleibt allerdings die zentrale Frage, was die Frömmigkeit ausmacht und damit den MaĂstab zur Beurteilung der Frömmigkeit oder Unfrömmigkeit einzelner Handlungen bietet. Keiner der erörterten AnsĂ€tze hat zu einem befriedigenden Resultat gefĂŒhrt. Wie bei anderen aporetisch endenden Dialogen stellt sich auch hier die Frage, ob das Ergebnis der beschriebenen ErkenntnisbemĂŒhungen nur negativ ist oder ob es im Text auch Hinweise auf eine mögliche Lösung und auf Platons eigene Auffassung gibt. Die letztere Deutung wird als âkonstruktivistischer Ansatzâ bezeichnet.cite-ref-20[20] Manche Konstruktivisten halten den dritten Definitionsversuch, die Bestimmung der Frömmigkeit als eine Form der Gerechtigkeit, fĂŒr aus platonischer Sicht aussichtsreich. Im Unterschied zu den anderen DefinitionsvorschlĂ€gen hat sich dieser nicht als prinzipiell untauglich erwiesen, sondern es ist nur nicht gelungen, ihn hinreichend zu prĂ€zisieren und plausibel zu machen. Daher kann vermutet werden, dass Platon den Leser dazu anregen will, von diesem Ausgangspunkt aus weiterzudenken.cite-ref-21[21] Allerdings ist eine Frömmigkeit, deren Wesen unabhĂ€ngig von der GottgefĂ€lligkeit bestimmt wird, kaum als Sonderform der Gerechtigkeit definierbar, sondern fĂ€llt mit dieser zusammen. Ob Platon im Euthyphron beabsichtigt hat, dem Leser diese Konsequenz nahezulegen, ist in der Forschung umstritten.cite-ref-22[22]
Einen wichtigen Hinweis bietet die Bemerkung des Sokrates, Euthyphron sei schon nahe am Ziel gewesen, habe sich dann aber umgewendet.cite-ref-23[23] Dies bezieht sich auf die Beantwortung der Frage, was das Werk der Götter ist, zu dessen Erzeugung die menschliche Frömmigkeit beitragen soll. Der Gedanke, dass es um einen Dienst geht, mit dem die frommen Menschen den Göttern beim Erzeugen eines Werks helfen, hat im Dialog die grundsĂ€tzliche Zustimmung des Sokrates gefunden. Somit entspricht er Platons eigener Ăberzeugung. Euthyphron hat aber nicht herausfinden können, um welches Werk es sich handelt. Diese entscheidende Frage bleibt im Euthyphron zwar ungeklĂ€rt, doch Platons Auffassung dazu ist bekannt, denn er hat sie an anderem Ort dargelegt. FĂŒr ihn ist das Werk, auf das die Frömmigkeit abzielt und das die Götter mit der UnterstĂŒtzung frommer Menschen hervorbringen wollen, das fĂŒr die Menschen Gute. Damit meint er das Ziel des philosophischen Erkenntnis- und Tugendstrebens. Dies geht aus dem Euthyphron zwar nicht hervor, doch sind Platons Apologie des Sokrates entsprechende Hinweise zu entnehmen. Dort lĂ€sst Platon Sokrates sagen, er â Sokrates â stehe im Dienst des Gottes Apollon, handle nach dessen Anweisung und helfe ihm, indem er nach Weisheit suche und andere zu philosophischen BemĂŒhungen anrege. Bei diesen Aussagen ist inhaltlich und auch terminologisch ein Zusammenhang mit der Erörterung der dritten Definition im Euthyphron deutlich zu erkennen.cite-ref-24[24]
Entstehungszeit und historischer Hintergrund
Dass der Euthyphron ein echtes Werk Platons ist, wird in der Forschung fast einhellig als sicher betrachtet.cite-ref-25[25] Aus sprachlichen und inhaltlichen GrĂŒnden wird er zu den FrĂŒhwerken des Philosophen gezĂ€hlt. Innerhalb der Gruppe der frĂŒhen Dialoge scheint er eher zu den spĂ€teren zu gehören. Er entstand nach dem Prozess des Sokrates, der im FrĂŒhjahr 399 v. Chr. stattfand, nach einer verbreiteten Forschungsmeinung, bevor Platon um 388 v. Chr. seine erste Sizilienreise antrat, nach einem anderen Datierungsansatz um 385.cite-ref-26[26]
Den historischen Hintergrund bildet die Anklage gegen Sokrates, die ihm Unfrömmigkeit vorwarf und zu seiner Hinrichtung fĂŒhrte. Mit dem Euthyphron verfolgte Platon ebenso wie mit der Apologie des Sokrates die Absicht, seinen hingerichteten Lehrer nachtrĂ€glich zu rechtfertigen. Zu diesem Zweck kontrastierte er die umsichtige philosophische Haltung des Sokrates in religiösen Fragen mit dem herkömmlichen, gĂ€ngigen Götterbild und FrömmigkeitsverstĂ€ndnis, das er als oberflĂ€chlich und unstimmig kritisierte. Angesichts des Scheiterns aller BemĂŒhungen, den Begriff des Frommen zu klĂ€ren, erscheint ein Gerichtsverfahren, bei dem durch Los bestimmte Laienrichter ĂŒber die Frömmigkeit eines Angeklagten zu befinden haben, als absurder Vorgang. Im EinleitungsgesprĂ€ch des Euthyphron ĂŒbt Platons Sokrates ĂŒberdies auch direkt scharfe Kritik an seinem AnklĂ€ger Meletos, dem er ironisch Ahnungslosigkeit unterstellt. Der Dialog ist somit in den Kontext der Polemik zwischen Gegnern und AnhĂ€ngern des Sokrates einzuordnen.cite-ref-27[27]
Umstritten ist in der Forschung die Frage, ob Euthyphron â falls Platons Darstellung auf einer historischen Begebenheit fuĂt â ĂŒberhaupt befugt war, gegen seinen Vater Anklage zu erheben. Nach dem damals geltenden Recht waren Tötungsdelikte Privatangelegenheiten; sie wurden nicht von Staats wegen verfolgt, sondern nur wenn Anzeige erstattet wurde. Einer Forschungsmeinung zufolge war nur ein genau definierter Personenkreis anzeigeberechtigt: Angehörige des Getöteten oder, falls dieser ein Sklave war, sein Besitzer. Nach dieser Interpretation der Rechtslage war Euthyphrons Klage aus formalem Grund unzulĂ€ssig und daher offenkundig aussichtslos. Demnach klagte er nur um einem Prinzip GenĂŒge zu tun, nicht um wirklich eine Verurteilung seines Vaters herbeizufĂŒhren. Andere Hypothesen lauten, dass die Klageberechtigung nicht auf solche Weise begrenzt war oder dass der Taglöhner einen sklavenĂ€hnlichen Status hatte und Euthyphron, fĂŒr dessen Familie er gearbeitet hatte, daher als GeschĂ€digter auftreten konnte.cite-ref-28[28]
TextĂŒberlieferung
Ein Papyrus aus dem 2. Jahrhundert, von dem zwei Fragmente erhalten sind, ist der einzige antike Textzeuge.cite-ref-29[29] Die Ă€lteste erhaltene mittelalterliche Handschrift wurde im Jahr 895 im Byzantinischen Reich fĂŒr den Gelehrten Arethas von Caesarea angefertigt.cite-ref-30[30]
Rezeption
Antike
In der Tetralogienordnung der Werke Platons, die anscheinend im 1. Jahrhundert v. Chr. eingefĂŒhrt wurde, gehört der Euthyphron zur ersten Tetralogie. Der Philosophiegeschichtsschreiber Diogenes Laertios zĂ€hlte ihn zu den âprĂŒfendenâ Schriften und gab als Alternativtitel âĂber die Frömmigkeitâ an. Dabei berief er sich auf eine heute verlorene Schrift des Mittelplatonikers Thrasyllos.cite-ref-32[32] Diogenes Laertios erwĂ€hnte, dass der Euthyphron von manchen Philosophielehrern an den Anfang des LektĂŒreplans ihrer SchĂŒler gestellt wurde, also unter didaktischem Gesichtspunkt als geeignete EinfĂŒhrung in die platonische Philosophie galt.cite-ref-33[33] AuĂerdem behauptete Diogenes Laertios, Sokrates habe Euthyphron durch die Diskussion von der Anklage gegen den Vater abgebracht.cite-ref-34[34] Dies ist allerdings eine Interpretation des Ausgangs, die in Platons Angaben keine StĂŒtze findet.cite-ref-35[35]
Der Mittelplatoniker Numenios meinte, Platon habe im Euthyphron seine Religionskritik darlegen wollen, was nur in Dialogform möglich gewesen sei; er habe damit rechnen mĂŒssen, dass ihn die Athener ebenso wie Sokrates hinrichten wĂŒrden, wenn er seine Ăberzeugung direkt als solche ausgedrĂŒckt hĂ€tte.cite-ref-36[36]
In den anonym ĂŒberlieferten spĂ€tantiken âProlegomena zur Philosophie Platonsâ wird mitgeteilt, dass unter den Gelehrten die Meinung vertreten wurde, Platon habe den Euthyphron als ersten seiner Dialoge verfasst.cite-ref-37[37]
Mittelalter und FrĂŒhe Neuzeit
Im Mittelalter war der Euthyphron in der lateinischsprachigen Gelehrtenwelt des Westens unbekannt, er wurde erst im Zeitalter des Renaissance-Humanismus wiederentdeckt. SpĂ€testens im 11. Jahrhundert entstand eine Ăbersetzung des Dialogs ins Armenische.cite-ref-38[38]
Der byzantinische Gelehrte Manuel Chrysoloras (â 1415), der nach Italien emigrierte, besaĂ eine Handschrift des Euthyphron. Die erste lateinische Ăbersetzung fertigte der berĂŒhmte Humanist Francesco Filelfo vor 1436 an;cite-ref-39[39] die zweite, wesentlich schlechtere, die wohl 1440/1443 entstand, stammt von Rinuccio da Castiglione.cite-ref-40[40] Beide blieben ungedruckt. Die dritte besorgte Marsilio Ficino. Er veröffentlichte sie 1484 in Florenz in der Gesamtausgabe seiner lateinischen Platon-Ăbersetzungen.
Die Erstausgabe des griechischen Textes erschien im September 1513 in Venedig bei Aldo Manuzio im Rahmen der von Markos Musuros herausgegebenen Gesamtausgabe der Werke Platons.
Moderne
Der einflussreiche Platon-Ăbersetzer Friedrich Schleiermacher (1768â1834) schĂ€tzte den Euthyphron nicht; er sah darin eine âmit dem âLachesâ und âCharmidesâ verglichen (âŠ) sehr untergeordnete Arbeitâ.cite-ref-41[41] Ăhnlich urteilte im 20. Jahrhundert Olof Gigon. Er meinte, der theologische Ertrag des Dialogs sei âvon einer erstaunlichen DĂŒrftigkeitâ; Sokrates treibe ein pedantisch wirkendes Spiel mit den Stichworten, die ihm sein Partner liefert.cite-ref-42[42] Der Euthyphron sei ein âbefremdlicher und letzten Endes unsympathischer Textâ, da die wesentlichen Perspektiven abgeschnitten wĂŒrden.cite-ref-43[43]
Andere Altertumswissenschaftler Ă€uĂerten sich anerkennend. Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff (1848â1931) meinte, mit dem Euthyphron sei Platon die Befreiung des Tugendbegriffes von der Last einer nicht auf sittlicher Pflicht beruhenden Frömmigkeit gelungen; dies sei âkein geringer positiver Gewinnâ.cite-ref-44[44] Michael Erler schrieb 2007, der GesprĂ€chsverlauf zeuge âvon hoher Reflexion in logischen und grammatischen Fragenâ.cite-ref-45[45] Maximilian Forschner, der 2013 einen Kommentar zum Euthyphron veröffentlichte, beurteilte den Dialog als in vielerlei Hinsicht bedeutendes und beachtenswertes Werk von hohem literarischem Rang und lobte die argumentative Struktur als konzis und stringent; die philosophischen Gesichtspunkte seien von zeitloser Relevanz.cite-ref-46[46] Forschner befand, in dem Dialog sei die kritische RationalitĂ€t sokratischen Philosophierens in persönlichen Erfahrungen und Hoffnungen sowie dialektisch haltbaren Ăberzeugungen eingebettet, die wahrhaft religiös seien.cite-ref-47[47] Diese Interpretation ist allerdings auf Widerspruch gestoĂen. Die Gegenthese lautet, es handle sich um eine nichtreligiöse, rein philosophische Theologie.cite-ref-48[48]
Die Frage, ob es einen universal verbindlichen ethischen Standard gibt, an dem sich der göttliche Wille orientiert und von dem er nicht abweichen kann, wurde schon im Mittelalter erörtert. Im modernen philosophischen und theologischen Diskurs hat sich dafĂŒr die Bezeichnung âEuthyphron-Dilemmaâ eingebĂŒrgert. Sie ist allerdings etwas irrefĂŒhrend, denn fĂŒr die antiken Platoniker gab es kein Dilemma; sie hielten die Bejahung der Frage fĂŒr selbstverstĂ€ndlich. Die Autonomie der Ethik gegenĂŒber göttlichen Willensakten war bei ihnen unstrittig. Ein Problem ist erst in der christlichen Theologie entstanden, da Schwierigkeiten auftreten, wenn die Autonomie der Ethik mit theologischen Vorstellungen wie dem Konzept einer absoluten Allmacht Gottes vereinbart werden soll. Hinzu kommt die Ăberlegung, dass Gott fĂŒr die Ethik ĂŒberflĂŒssig wird, wenn deren Geltungsanspruch nicht aus seinem Willen abgeleitet wird. Ăberdies kann die Autonomie der Ethik dazu fĂŒhren, dass auch Gottes Handeln nach ihren MaĂstĂ€ben beurteilt wird und dann möglicherweise als fragwĂŒrdig erscheint. Wenn die Ethik autonom ist, setzt Gott nicht Werte, sondern untersteht selbst einem Wertbewusstsein. Daher bestreiten manche Theologen die Autonomie der Ethik (âDivine Command Theoryâ, DCT). Andererseits legen zahlreiche Theisten aber auch Wert auf die Annahme, dass das ethisch Richtige an sich richtig sei und nicht nur aufgrund eines Befehls Gottes.cite-ref-49[49]
Ăber die SchlĂŒssigkeit von Sokratesâ EinwĂ€nden gegen die verworfenen DefinitionsvorschlĂ€ge gehen in der Forschung die Meinungen auseinander. Peter Geach hĂ€lt zwar die Auffassung des Sokrates, wonach die Frömmigkeit nicht auf die GottgefĂ€lligkeit zurĂŒckfĂŒhrbar sein kann, fĂŒr richtig, findet aber die Argumentation im Dialog nicht stichhaltig. Unter anderem wendet er sich grundsĂ€tzlich gegen die Annahme, dass man ĂŒber etwas, was man nicht definieren kann, kein Wissen haben könne. Dies bezeichnet er als âSocratic fallacyâ (sokratischen Fehlschluss). Seine 1966 erstmals publizierte Kritikcite-ref-50[50] an den Ăberlegungen von Platons Sokrates hat unterschiedliche Reaktionen hervorgerufen. Manche Forscher haben von verschiedenen AnsĂ€tzen her versucht, Geach zu widerlegen oder einzelne EinwĂ€nde gegen die DefinitionsvorschlĂ€ge als plausibel zu erweisen.cite-ref-51[51]
Ein weiteres Thema von Forschungsdiskussionen ist, ob oder inwieweit der Euthyphron bereits eine Vorstufe von Platons in spÀteren Dialogen dargelegter Ideenlehre enthÀlt oder eine Lösungsmöglichkeit mithilfe dieser Lehre andeutet.cite-ref-52[52]
Ausgaben und Ăbersetzungen
âą William S. M. Nicoll (Hrsg.): Euthyphron. In: Elizabeth A. Duke u. a. (Hrsg.): Platonis opera, Band 1, Oxford University Press, Oxford 1995, ISBN 0-19-814569-1, S. 1â25 (maĂgebliche kritische Edition)
âą Winfried Czapiewski (Ăbersetzer): Platon ĂŒber den Tod des Sokrates. Vier Schriften Platons zu Person und Tod des Sokrates: Euthyphron, Apologie, Kriton, Phaidon. Laufen, Oberhausen 2018, ISBN 978-3-87468-378-4
âą Gunther Eigler (Hrsg.): Platon: Werke in acht BĂ€nden, Band 1, 4. Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2005, ISBN 3-534-19095-5, S. 351â397 (Abdruck der kritischen Ausgabe von Maurice Croiset, 9. Auflage, Paris 1966, mit der deutschen Ăbersetzung von Friedrich Schleiermacher, 2., verbesserte Auflage, Berlin 1818)
âą Maximilian Forschner (Ăbersetzer): Platon: Euthyphron (= Platon: Werke. Ăbersetzung und Kommentar, hrsg. von Ernst Heitsch u. a., Band I 1). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2013, ISBN 978-3-525-30400-6
âą Otto Leggewie (Hrsg.): Platon: Euthyphron. Reclam, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-15-009897-4 (griechischer Text ohne kritischen Apparat, daneben deutsche Ăbersetzung)
âą Reinhold Merkelbach (Hrsg.): Platons Euthyphron. Saur, MĂŒnchen/Leipzig 2003, ISBN 3-598-73012-8 (griechischer Text ohne kritischen Apparat, daneben deutsche Ăbersetzung)
âą Klaus Reich (Hrsg.): Platon: Euthyphron. Meiner, Hamburg 1968 (griechischer Text ohne kritischen Apparat, daneben deutsche Ăbersetzung)
âą Rudolf Rufener (Ăbersetzer): Platon: Die Werke des Aufstiegs (= JubilĂ€umsausgabe sĂ€mtlicher Werke, Bd. 2). Artemis, ZĂŒrich/MĂŒnchen 1974, ISBN 3-7608-3640-2, S. 185â210 (mit Einleitung von Olof Gigon)
âą Friedrich Schleiermacher (Ăbersetzer): Euthyphron. In: Erich Loewenthal (Hrsg.): Platon: SĂ€mtliche Werke in drei BĂ€nden, Bd. 1, unverĂ€nderter Nachdruck der 8., durchgesehenen Auflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-17918-8, S. 277â299 (nur Ăbersetzung)
âą Gustav Schneider (Ăbersetzer), Benno von Hagen (Hrsg.): Platons Dialoge Laches und Euthyphron. In: Otto Apelt (Hrsg.): Platon: SĂ€mtliche Dialoge, Bd. 1, Meiner, Hamburg 2004, ISBN 3-7873-1156-4 (Ăbersetzung mit ErlĂ€uterungen; fĂŒr Euthyphron: Nachdruck der 2., durchgesehenen Auflage, Leipzig 1922)
Humanistische Ăbersetzung (lateinisch)
âą Stefano Martinelli Tempesta (Hrsg.): Platonis Euthyphron Francisco Philelfo interprete, Lysis Petro Candido Decembrio interprete. SocietĂ Internazionale per lo Studio del Medioevo Latino, Florenz 2009, ISBN 978-88-8450-357-2, S. 1â104 (kritische Edition)
Literatur
Ăbersichtsdarstellungen
âą Louis-AndrĂ© Dorion: Euthyphron. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Band 5, Teil 1, CNRS Ăditions, Paris 2012, ISBN 978-2-271-07335-8, S. 661â669
âą Michael Erler: Platon (Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie der Antike, hrsg. von Hellmut Flashar, Band 2/2). Schwabe, Basel 2007, ISBN 978-3-7965-2237-6, S. 128â132, 594â596
EinfĂŒhrungen
âą Michael Bordt: Platon. Herder, Freiburg 1999, ISBN 3-451-04761-6, S. 59â73 (fĂŒr Leser ohne Vorkenntnisse geeignet)
âą Ernst Heitsch: Platon und die AnfĂ€nge seines dialektischen Philosophierens. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2004, ISBN 3-525-30145-6, S. 150â162
Untersuchungen und Kommentare
âą Jacques A. Bailly: Platoâs Euthyphro & Clitophon. Commentary with Introduction, Glossary and Vocabulary. Focus Publishing, Newburyport (MA) 2003, ISBN 1-58510-059-5, S. 15â109 (fĂŒr Studenten und ein breiteres Publikum gedachter Kommentar)
âą Chris Emlyn-Jones: Plato: Euthyphro. Text, with Introduction, Commentary and Vocabulary. 2., ergĂ€nzte Auflage, Bristol Classical Press, London 2001, ISBN 1-85399-132-5 (fĂŒr Studenten und ein breiteres Publikum gedachter Kommentar)
âą Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar (= Platon: Werke, hrsg. von Ernst Heitsch u. a., Band I 1). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2013, ISBN 978-3-525-30400-6
âą Thomas Haslböck: Frömmigkeit als Tugend. Eine Interpretation von Platons Euthyphron. In: Bettina Fröhlich et al. (Hrsg.): Platonisches Denken heute. Festschrift fĂŒr Barbara Zehnpfennig, Nomos, Baden-Baden 2021, ISBN 978-3-8487-6769-4, S. 103â122
âą Ernst Heitsch: Frömmigkeit als Hilfe. Bemerkungen zum Euthyphron. In: Marcel van Ackeren (Hrsg.): Platon verstehen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004, ISBN 3-534-17442-9, S. 11â21
âą Ian Walker: Platoâs Euthyphro. Introduction and Notes. Scholars Press, Chico 1984, ISBN 0-89130-571-8 (fĂŒr Studenten und ein breiteres Publikum gedachter Kommentar)
Weblinks
âą Euthyphron, griechischer Text nach der Ausgabe von John Burnet, 1903
âą Euthyphron, deutsche Ăbersetzung von Friedrich Schleiermacher
Anmerkungen
cite-note-11. â Zu dem GebĂ€ude, seiner Lokalisierung und seiner Bedeutung siehe Alexander Tulin: Dike Phonou. The Right of Prosecution and Attic Homicide Procedure, Stuttgart 1996, S. 65 und Anm. 158; Tulin berichtigt teilweise die AusfĂŒhrungen von Richard J. Klonoski: The Portico of the Archon Basileus: On the Significance of the Setting of Platoâs Euthyphro. In: The Classical Journal 81, 1985â1986, S. 130â137.
cite-note-22. â Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 46.
cite-note-33. â Siehe beispielsweise Louis-AndrĂ© Dorion: Platon: LachĂšs, Euthyphron. Traduction inĂ©dite, introduction et notes, Paris 1997, S. 179. Zweifel Ă€uĂert allerdings Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 46.
cite-note-44. â Platon, Euthyphron 3bâc, 3e.
cite-note-55. â Siehe zu Euthyphrons religiöser Haltung Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 129; Louis-AndrĂ© Dorion: Platon: LachĂšs, Euthyphron. Traduction inĂ©dite, introduction et notes, Paris 1997, S. 180â185; William D. Furley: The Figure of Euthyphro in Platoâs Dialogue. In: Phronesis 30, 1985, S. 201â208.
cite-note-66. â Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 128; Debra Nails: The People of Plato, Indianapolis 2002, S. 152 f., 321; Louis-AndrĂ© Dorion: Platon: LachĂšs, Euthyphron. Traduction inĂ©dite, introduction et notes, Paris 1997, S. 187 f.; Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 41 f.
cite-note-77. â Dass die Anklage zum Zeitpunkt des Dialogs bereits eingereicht ist, meint Debra Nails: The People of Plato, Indianapolis 2002, S. 153. Anderer Meinung ist Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 131 f. Vgl. Alexander Tulin: Dike Phonou. The Right of Prosecution and Attic Homicide Procedure, Stuttgart 1996, S. 71 f. und Anm. 175.
cite-note-88. â Zur Rechtslage siehe Ernst Heitsch: Platon und die AnfĂ€nge seines dialektischen Philosophierens, Göttingen 2004, S. 152 f.; Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 62.
cite-note-99. â Platon, Euthyphron 2aâ5c.
cite-note-1010. â Siehe zu dem Begriff Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 34 und Anm. 5 und 6 sowie die dort genannte Literatur.
cite-note-1111. â Platon, Euthyphron 5câ6a. Siehe dazu Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 80â97.
cite-note-1212. â Platon, Euthyphron 6aâe. Siehe dazu Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 97â113.
cite-note-1313. â Platon, Euthyphron 6eâ9e. Siehe dazu Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 114â129.
cite-note-1414. â Platon, Euthyphron 10a.
cite-note-1515. â Platon, Euthyphron 9eâ11d. Siehe dazu Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 129â144.
cite-note-1616. â Platon, Euthyphron 11eâ12e. Siehe dazu Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 143â150.
cite-note-1717. â Platon, Euthyphron 12eâ14b. Siehe dazu Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 151â160.
cite-note-1818. â Platon, Euthyphron 14câ15c. Siehe dazu Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 160â171.
cite-note-1919. â Platon, Euthyphron 15câe.
cite-note-2020. â Ein BefĂŒrworter dieses Ansatzes (âconstructive interpretationâ) ist beispielsweise Laszlo VersĂ©nyi: Holiness and Justice, Lanham 1982, S. 11â20.
cite-note-2121. â Louis-AndrĂ© Dorion: Euthyphron. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Band 5, Teil 1, Paris 2012, S. 661â669, hier: 667; Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 130 f.; William K. C. Guthrie: A History of Greek Philosophy, Bd. 4, Cambridge 1975, S. 122â124; Dan Solcan: La piĂ©tĂ© chez Platon, Paris 2009, S. 84â90; Thomas C. Brickhouse, Nicholas D. Smith: Socrates on Trial, Oxford 1989, S. 91â95; Mark L. McPherran: Socratic Piety In The Euthyphro. In: Journal of the History of Philosophy 23, 1985, S. 283â309, hier: 283 f.
cite-note-2222. â Zur Diskussion ĂŒber Platons VerstĂ€ndnis des VerhĂ€ltnisses von Frömmigkeit und Gerechtigkeit siehe Scott Warren Calef: Piety and the Unity of Virtue in Euthyphro 11 E â 14 C. In: Oxford Studies in Ancient Philosophy 13, 1995, S. 1â26; Mark McPherran: Socratic Piety: In Response to Scott Calef. In: Oxford Studies in Ancient Philosophy 13, 1995, S. 27â35; Scott Warren Calef: Further Reflections on Socratic Piety: A Reply to Mark McPherran. In: Oxford Studies in Ancient Philosophy 13, 1995, S. 37â43; Christopher C. W. Taylor: The End of the Euthyphro. In: Phronesis 27, 1982, S. 109â118, hier: 114â118; William S. Cobb: The Religious and the Just in Platoâs Euthyphro. In: Ancient Philosophy 5, 1985, S. 41â46. Vgl. zu Platon Tugendterminologie Paul Shorey: What Plato said, Chicago 1934, S. 79 f.
cite-note-2323. â Platon, Euthyphron 14c.
cite-note-2424. â Platon, Apologie 23b, 30a. Siehe dazu Louis-AndrĂ© Dorion: Euthyphron. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Band 5, Teil 1, Paris 2012, S. 661â669, hier: 667 f.; Ernst Heitsch: Frömmigkeit als Hilfe. Bemerkungen zum Euthyphron. In: Marcel van Ackeren (Hrsg.): Platon verstehen, Darmstadt 2004, S. 11â21; Dan Solcan: La piĂ©tĂ© chez Platon, Paris 2009, S. 244; Michael Erler: Der Sinn der Aporien in den Dialogen Platons, Berlin 1987, S. 163â165; Thomas Alexander SzlezĂĄk: Platon und die Schriftlichkeit der Philosophie, Berlin 1985, S. 107â116; Christopher C. W. Taylor: The End of the Euthyphro. In: Phronesis 27, 1982, S. 109â118, hier: 113 f.; Gregory Vlastos: Socrates. Ironist and Moral Philosopher, Cambridge 1991, S. 174â176. Anderer Meinung ist Reginald E. Allen: Platoâs âEuthyphroâ and the Earlier Theory of Forms, London 1970, S. 6â9; er meint, im Dialog werde kein Ausweg aus der Aporie nahegelegt.
cite-note-2525. â Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 128; Alexander Tulin: Platoâs Euthyphro, Dissertation New York 1990, S. 23 f.; Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 33.
cite-note-2626. â Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 128 f.; Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 39; Louis-AndrĂ© Dorion: Euthyphron. In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Band 5, Teil 1, Paris 2012, S. 661â669, hier: 661.
cite-note-2727. â Siehe zum Hintergrund Dan Solcan: La piĂ©tĂ© chez Platon, Paris 2009, S. 24â37.
cite-note-2828. â Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 62â67; Louis-AndrĂ© Dorion: Platon: LachĂšs, Euthyphron. Traduction inĂ©dite, introduction et notes, Paris 1997, S. 202â208; Spiro Panagiotou: Platoâs Euthyphro and the Attic Code on Homicide. In: Hermes 102, 1974, S. 419â437; Ian Kidd: The Case of Homicide in Platoâs Euthyphro. In: Elizabeth M. Craik (Hrsg.): âOwls to Athensâ, Oxford 1990, S. 213â221; Alexander Tulin: Dike Phonou. The Right of Prosecution and Attic Homicide Procedure, Stuttgart 1996, S. 77â100.
cite-note-2929. â Corpus dei Papiri Filosofici Greci e Latini (CPF), Teil 1, Bd. 1***, Firenze 1999, S. 64â66.
cite-note-3030. â Oxford, Bodleian Library, Clarke 39 (= âCodex Bâ der Platon-TextĂŒberlieferung). Zur TextĂŒberlieferung siehe Stefano Martinelli Tempesta (Hrsg.): Platonis Euthyphron Francisco Philelfo interprete, Lysis Petro Candido Decembrio interprete, Florenz 2009, S. 11â37.
cite-note-3131. â Siehe dazu Dirk Obbink (Hrsg.): Philodemus: On Piety, Teil 1, Oxford 1996, S. 377â389; Alexander Tulin: Platoâs Euthyphro, Dissertation New York 1990, S. 24 f.
cite-note-3232. â Diogenes Laertios 3,57 f.
cite-note-3333. â Diogenes Laertios 3,62.
cite-note-3434. â Diogenes Laertios 2,29.
cite-note-3535. â Alexander Tulin: Dike Phonou. The Right of Prosecution and Attic Homicide Procedure, Stuttgart 1996, S. 73â77.
cite-note-3636. â Numenios, Fragment 23, hrsg. von Ădouard des Places: NumĂ©nius: Fragments, Paris 1973, S. 61 f.
cite-note-3737. â âProlegomena zur Philosophie Platonsâ 25, hrsg. von Leendert G. Westerink: ProlĂ©gomĂšnes Ă la philosophie de Platon, Paris 1990, S. 38 f.
cite-note-3838. â Zur armenischen Ăbersetzung siehe Elizabeth A. Duke u. a. (Hrsg.): Platonis opera, Band 1, Oxford 1995, S. XII; Frederick C. Conybeare: On the Ancient Armenian Version of Plato. In: The American Journal of Philology 12, 1891, S. 193â210.
cite-note-3939. â Zur Datierung siehe Stefano Martinelli Tempesta (Hrsg.): Platonis Euthyphron Francisco Philelfo interprete, Lysis Petro Candido Decembrio interprete, Florenz 2009, S. 6 f.
cite-note-4040. â James Hankins: Plato in the Italian Renaissance, 3. Auflage, Leiden 1994, S. 87 f., 401â403.
cite-note-4141. â Friedrich Schleiermacher: Euthyphron. Einleitung. In: Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: Ăber die Philosophie Platons, hrsg. von Peter M. Steiner, Hamburg 1996, S. 124â128, hier: 124.
cite-note-4242. â Olof Gigon: Platons Euthyphron. In: Fritz Meier (Hrsg.): Westöstliche Abhandlungen, Wiesbaden 1954, S. 6â38, hier: 12 f.
cite-note-4343. â Olof Gigon: Einleitung. In: Platon: Die Werke des Aufstiegs (= JubilĂ€umsausgabe sĂ€mtlicher Werke, Bd. 2), ZĂŒrich/MĂŒnchen 1974, S. 5â182, hier: 17.
cite-note-4444. â Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: Platon. Sein Leben und seine Werke, 5. Auflage, Berlin 1959 (1. Auflage Berlin 1919), S. 157.
cite-note-4545. â Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 130.
cite-note-4646. â Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 9 f.
cite-note-4747. â Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 190.
cite-note-4848. â Hannes Kerber: Rezension von Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. In: Philosophisches Jahrbuch 122, 2015, S. 249â251.
cite-note-4949. â Siehe zu dem Dilemma Necip Fikri Alican: Rethinking Plato, Amsterdam 2012, S. 231â241.
cite-note-5050. â Peter T. Geach: Platoâs Euthyphro. An Analysis and Commentary. In: The Monist 50, 1966, S. 369â382.
cite-note-5151. â Eine Ăbersicht ĂŒber die Diskussion bietet Rachana Kamtekar: Introduction. In: Rachana Kamtekar (Hrsg.): Platoâs Euthyphro, Apology, and Crito, Lanham 2005, S. IXâXIX, hier: XIâXIII. Dieser Band enthĂ€lt auch einen Nachdruck der erstmals 1966 veröffentlichten Arbeit von Peter T. Geach: Platoâs Euthyphro: An Analysis and Commentary (S. 23â34) und eine Untersuchung von Marc Cohen: Socrates on the Definition of Piety: Euthyphro 10Aâ11B (S. 35â48; erstmals 1971 veröffentlicht). Eine zusammenfassende Darstellung der Forschungsgeschichte zum zweiten Definitionsversuch und neue AnsĂ€tze bietet David Wolfsdorf: Euthyphro 10a2â11b1: A Study in Platonic Metaphysics and its Reception Since 1960. In: Apeiron 38, 2005, S. 1â71. Vgl. zur QualitĂ€t der Argumente des Sokrates Andrew E. Benjamin: A Missed Encounter: Platoâs Socrates and Geachâs Euthyphro. In: Grazer philosophische Studien 29, 1987, S. 145â170; Necip Fikri Alican: Rethinking Plato, Amsterdam 2012, S. 223â225; Louis-AndrĂ© Dorion: Platon: LachĂšs, Euthyphron. Traduction inĂ©dite, introduction et notes, Paris 1997, S. 323â334; Laszlo VersĂ©nyi: Holiness and Justice, Lanham 1982, S. 70â84; Alexander Tulin: Platoâs Euthyphro, Dissertation New York 1990, S. 128â133, 160â163, 189â236; Thomas D. Paxson: Platoâs Euthyphro 10 a to 11 b. In: Phronesis 17, 1972, S. 171â190; Robert G. Hoerber: Platoâs Euthyphro. In: Phronesis 3, 1958, S. 95â107, hier: 102â104; John H. Brown: The Logic of the Euthyphro 10Aâ11B. In: The Philosophical Quarterly Bd. 14 Nr. 54, 1964, S. 1â14; John C. Hall: Plato: Euthyphro 10a1â11a10. In: The Philosophical Quarterly Bd. 18 Nr. 70, 1968, S. 1â11.
cite-note-5252. â Michael Erler: Platon, Basel 2007, S. 130 f.; Reginald E. Allen: Platoâs âEuthyphroâ and the Earlier Theory of Forms, London 1970, S. 67â159; Jean-Yves Chateau: Philosophie et religion. Platon: Euthyphron, Paris 2005, S. 270â279; Louis-AndrĂ© Dorion: Platon: LachĂšs, Euthyphron. Traduction inĂ©dite, introduction et notes, Paris 1997, S. 208â213; Andrew E. Benjamin: A Missed Encounter: Platoâs Socrates and Geachâs Euthyphro. In: Grazer philosophische Studien 29, 1987, S. 145â170, hier: 164â170; Maximilian Forschner: Platon: Euthyphron. Ăbersetzung und Kommentar, Göttingen 2013, S. 36 f.